Aktuelle Vergütungs- und Finanzierungsthemen



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17.04.2020 - Betriebliche Altersvorsorge: Versicherungslösungen in der Liquiditätskrise


Der richtige bAV-Weg in der Corona-Krise
bAV-Modelle in Stress-Szenarien
 

  •  bAV-Beitragsfreistellungen möglichst vermeiden
  •  Lösung: Strategiewechsel zu Durchführungswegen ohne Liquiditätsabfluss
  •  Verwaltung gehört  in qualifizierte Hände mit voller Verantwortung aus einer Hand
Bei Beitragsfreistellungen müssen Arbeitgeber auffüllen
Bei der versicherungsbasierten betrieblichen Altersvorsorge fließen die investierten Beträge unwiederbringlich in die Kassen der Versicherungskonzerne. Der jährliche Mittelabfluss kann weder ausgeschüttet noch investiert oder für die Tilgung von Schulden verwendet werden. In der jetzigen Krisensituation versuchen zahlreiche Direktversicherungen und Pensionskassen Kündigungen zu vermeiden und bieten massenhaft Beitrags-freistellungen an. Davon sollten nach unserer Ansicht Versicherungsnehmer (Arbeitgeber) möglichst keinen Gebrauch machen. Denn werden die Leistungsansprüche der Arbeitnehmer gekürzt, haftet für deren Ausgleich der Arbeitgeber aus der arbeitsrechtlichen Pensionszusage nach § 1 Abs. 1 S. 3 Betriebsrentengesetz. Dies führt ggf. zu existenzbedrohenden Risiken. Mit diesen unangenehmen Folgen werden bereits Unternehmen konfrontiert, die den Durchführungsweg Pensionskasse gewählt haben. Es zeigt sich, dass versicherungs-förmige bAV-Modelle für Arbeitgeber und Arbeitnehmer völlig ungeeignet sind. Die Liquidität die von den Finanzkonzernen laufend entzogen wird, könnten die kleinen und mittleren Unternehmen gerade in Stresssituationen notwendig gebrauchen.
 
Wechsel zur guten alten Betriebsrente dringend notwendig
Das wichtigste Ziel für Unternehmer müsse es sein, unnötigen Kapitalabfluss zu verhindern und Liquiditätsreserven aufzubauen. Dazu wird von betriebswirtschaftlich geführten Unternehmen in der betrieblichen Altersversorgung (bAV) die klassische freie Unterstützungskasse genutzt. Das damit gewonnene Innenfinanzierungspotential macht die Unternehmen langfristig von Banken weitgehend unabhängig. Ihre Mitarbeiter erhalten gegenüber bAV-Versicherungen eine mehrfach höhere Betriebsrente, da u.a. bis zu 30 % Kosten wegfallen. Diese Unternehmen haben selbstverständlich auch bei der Suche nach qualifizierten Fachpersonal einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Die betriebliche Altersversorgung ist komplex und zu wertvoll, um es Finanzkonzernen anzuvertrauen
Die bAV ist ausschließlich ein arbeitsrechtlicher, steuerrechtlicher und betriebswirtschaftlicher Komplex das in die Hände führender Experten aus diesen Fachgebieten unter einem Dach gehört. Nur so kann mit gebündeltem Einsatz dieser Fachdisziplinen das ernorme Potential der betrieblichen Altersversorgung für die Unternehmen und deren Mitarbeiter mit ganzheitlicher Kompetenz genutzt werden.


 

Dipl.-Betriebswirt Heinz Weber


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